Mittwoch, 26. Oktober 2011

Atomhusten

Jedes Jahr im Herbst ereilt er die Massen. So auch mich - aufs Neue. Die Nase läuft, mal heiß mal kalt, der Hals gibt sich schmerzend rau. Und dann plötzlich taucht er auf, bricht sich Bahn, donnert durch Büros, Wohn- und Schlafzimmer. Er, der Feind, der ausgerottet zu sein schien ... der Atomhusten. Versuche ruhig, im zu entgehen. Vergeblich! Mit voller Wucht hämmert er auf die umgebenden Trommelfelle ein, lässt die Grundmauern der Gebäude erzittern, reißt meilenweit die Seligen aus dem Büroschlaf. Und trotz Genfer Konvention treibt er noch immer sein zerstörerisches Unwesen. Zum Glück kommt der Widerstand auch aus dem Lande des weißen Kreuzes auf rotem Grund!! Ja, dank Euch Schweizern! Ihr habt's erfunden ... !!! Gute Nacht allerseits.

Donnerstag, 14. April 2011

schiffe

es gibt abende – wie heute – da ziehen gedanken wie schiffe vorbei. alles ist ganz ruhig, alles lässt sich schön aus der ferne betrachten, vom sicheren, gelegentlich faden ufer. immer wieder: was wäre, wenn du auch an bord dieses schiffes wärst? ist es nicht ein schönes schiff? irgendwann ist das schiff am horizont verschwunden. zurück bleibst du, am ufer … mit süßlichen schmerz erfüllt: wo würdest du jetzt sein, wenn du auch an bord dieses schiffes gegangen wärst … gute reise, schiff! … und gute nacht allerseits.

Mittwoch, 6. April 2011

What Would Jesus Do?

Ich frage mich das auch: What Would Jesus Do? Immer wieder nachdenkenswert ...

„Und es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, dass er durch Samarien und Galiläa hin zog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn homeosexuelle Männer; die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da fanden sie plötzlich keine Priester mehr. Einer aber unter ihnen, als er keinen Priester mehr finden konnte, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Wart ihr nicht zehn? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.“
(nach Lukas 17)

Einfach nur zum Nachdenken ...

Donnerstag, 11. Februar 2010

etwas gelernt

eine tolle idee: geldautomat, geld abheben, scheine in empfang nehmen, diese mehrfach zerschneiden, einkaufen gehen, der kassiererin (oder ihrem männlichen kollegen) einen schnipsel in die hand geben und glaubhaft versichern, dass es der teil eines echten geldscheins, also ein gültiges zahlungsmittel ist ... eine tolle idee! hab ich von der bank meines misstrauens gelernt. oder war da irgendwo ein denkfehler? verflixt, ich komm nicht drauf. am ende läuft's wohl darauf hinaus, dass mein geld weg ist, denn "absichtlich beschädigte Euro-Banknoten [...] werden nicht ersetzt" (sagt die bundesbank) ... das ist kuschelig, denn mit deren geld klappt's ja. das nennt sich dann geldschöpfung in der kreditvergabe. ... ich hab' den denkfehler immer noch nicht gefunden. na ja, ich werd' mal drüber schlafen. gute nacht allerseits.

Samstag, 13. Juni 2009

tach auch

zum glück ist nachts nacht, sonst wäre ja den ganzen tag tag. das würde doch keiner verkraften ... gute nacht allerseits


Freitag, 3. April 2009

hallo krise

so, jetzt ist es amtlich; habe ich doch gestern einen blick auf mein
bankkonto geworfen: die finanzkrise ist nun auch bei mir angekommen. das ist insofern garstig, als ich mich aufgerufen sah, antizyklisch zu handeln und mein geld dem einzelhandel zur besserung der wirtschaftslage in die bettelnden und mitleiderregenden leeren hände zu legen. und was ist geschehen? der ifo-index liegt nach wie vor am boden. es scheint für die katz gewesen zu sein. war es bisher eine geglaubte, gelesene und gehörte krise, so ist es nun tatsächlich eine gefühlte krise. "mist!", wie ein freund von mir zu sagen pflegt. was ist da geschehen mit unserer welt? insgeheim habe ich einen verdacht. nämlich den, dass es hier gar nicht um einen finanz, sondern eine lebensmitte-krise geht. warum? ich frage mich, warum das eigentlich noch niemand gemerkt hat. denn ein berufsstand, der schon den namen manager, (mehr oder weniger frei) übersetzt also "alternde männer" trägt, der muss doch früher oder später in die krise geraten. und wenn ich mir die herren (jaja, oder heißt jefraud gern frauwillig womanager?) so anschaue dann passt das altersmässig ganz gut ins schema. auf der anderen seite: wir haben glück, denn der finanzkrise stehen ja alle so schrecklich hilflos gegenüber ... so ne lebensmittekrise ist da schon viel einfacher in den griff zu bekommen: gebt den herren ne neue yacht, ein neues auto, ne neue villa, wenn's sein muss ne neue frau und dann können wir normalsterblichen wieder zufrieden die welt retten ... und uns fragen, was diese klitzekleine horizonzal verlaufende linie vor der größer werdenden zahl auf dem kontoauszug bedeutet ...

Donnerstag, 31. Juli 2008

nacht ohne mond

wohin bewegen wir uns? stürzen wir nicht fortwährend? ist es nicht ... dunkler geworden?
die bäume rauschen in eben dieser dunkelheit sanft im wind. es lässt sich hören, dass da noch etwas ist. bewegung. die bäume rauschen und stehen fest an ihrem ort, machen sich keine gedanken über das 'wohin'. das unterscheidet sie vom standard-menschen. er hat gelegentlisch mit rausch zu tun, aber er rauscht nicht, muss jedoch zu zeiten klarheit über das 'wohin' bekommen. das fällt nicht leicht. erst recht dann nicht, wenn die welt sich nicht so dreht, wie gewohnt, wenn die drehrichtung eine frage der zukunft ist. wenn nicht mehr klar ist, was sich wohin bewegt, dann hilft nur der kleine schritt. jeden tag aufs neue ein kleiner schritt.
gelegentlich hat der urlauber die chance, seine schritte barfuß durch den wohlig warmen sand zu tun. angenehme schritte, leichte schritte. nah an dem, was ist und was ihn berührt. dort rauscht das meer, kommend und gehend. auch dieses macht sich keine gedanken über das 'wohin', denn es geht überall dorthin, wo es kann. die bäume bleiben, denn sie können nicht fort. der mensch, er kann all das ... kommen und gehen, bleiben ... und muss ich entscheiden, oder sich entscheiden, sich nicht zu entscheiden. aber die dunkle nacht unter dem rauschen der bäume ist nicht wie die mondnacht beim rauschen des meeres. der baum fällt dir auf den kopf, das meer reißt dich in die tiefe ... und nun entscheide dich ... so wahr dir gott helfe. trotz aller bewegung, eines steht fest: es ist dunkler geworden. gute nacht allerseits.