Donnerstag, 14. April 2011

schiffe

es gibt abende – wie heute – da ziehen gedanken wie schiffe vorbei. alles ist ganz ruhig, alles lässt sich schön aus der ferne betrachten, vom sicheren, gelegentlich faden ufer. immer wieder: was wäre, wenn du auch an bord dieses schiffes wärst? ist es nicht ein schönes schiff? irgendwann ist das schiff am horizont verschwunden. zurück bleibst du, am ufer … mit süßlichen schmerz erfüllt: wo würdest du jetzt sein, wenn du auch an bord dieses schiffes gegangen wärst … gute reise, schiff! … und gute nacht allerseits.

1 Comments:

At 20:22, Anonymous Anonym said...

Darf jemand, der die äußere Möglichkeit fand, seine innere Berufung zu verwirklichen, sich der Gefahr aussetzen, sie nur deshalb nicht zu erreichen, weil er nicht alles andere von sich werfen man?
Wenn man den Grundsatz nicht anerkennt, dass derjenige, der einen Weg einschlägt, auf die anderen Wege verzichten muss, dann muss man sich wohl überzeugen, dass es dienlich sei, am Kreuzweg stehen zu bleiben. - Aber tadle nicht den, der geht - tadle weder noch lobe. (Dag Hammarskjöld)

 

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